Weinanbaugebiet Pfalz


Foto: A. Kircher-Kannemann



Von Bockenheim bis nach Schweigen an der Grenze zum Elsass erstreckt sich das zweitgrößte deutsche Weinanbaugebiet: die Pfalz. Eine Rebfläche von über 23.000 Hektar verteilt sich über die beiden großen Anbaubereiche Mittelhaardt-Deutsche Weinstraße und Südliche Weinstraße. In den 144 malerischen Weinorten gibt es insgesamt 5500 Weinbaubetriebe, die zu einer Verkostung ihrer Weine einladen.

Die Pfälzer sind ein freundliches und vor allem feierfreudiges Völkchen, das erkennt man nicht zuletzt daran, dass Bad Dürkheim das größte Weinfest der Welt zu bieten hat. Die Saison der Feste beginnt mit dem Mandelblütenfest in Neustadt-Gimmeldingen und endet beim Martinus-Weinfest im November.
Langweilig wird es dem Besucher in der Pfalz mit ihren Burgen und Burgruinen, wie zum Beispiel der Madenburg und den Städten Bad Dürkheim, Neustadt und Landau sicher nicht zumal die Nähe zu Frankreich hier allein durch die Vorliebe für gutes Essen überall spürbar ist.

Foto: A. Kircher-Kannemann

Weinanbaugebiet Pfalz: Klima und Geologie

Das durch den Pfälzer Wald geschützte Anbaugebiet kann mit einer großen Zahl unterschiedlicher Böden aufwarten. Von Buntsandstein über Basalt, von Kalkböden bis hin zu Lehmböden, von Löß bis hin zu Schieferuntergründen findet sich in der Pfalz nahezu jeder Boden und genau das verleiht den Weinen hier ihre Vielfalt und der Kenner wundert sich nicht sondern genießt die Tatsache, dass er zwei völlig unterschiedliche Interpretationen eines Riesling bei einem Winzer finden kann, weil eben die Bodenbeschaffenheit dafür sorgte, dass die mineralischen Elemente oder die fruchtigen Pfirsicharomen betont werden.


Foto: A. Kircher-Kannemann

Weinanbaugebiet Pfalz: Rebsorten

In den insgesamt 25 Großlagen, die die Pfalz zu bieten hat wird auf über 5.000 Hektar der König der Weißweine: der Riesling angebaut. Aber auch Müller-Thurgau und Kerner, sowie Silvaner, Weiß- und Grauburgunder und nicht zu vergessen der Gewürztraminer und der Morio-Muskat finden sich in der Pfalz in sehr guter Qualität.
Ungefähr 40 Prozent der Rebfläche gehören den Rotweinen. Vor allem trockene Dornfelder und Spätburgunder aber auch der stark im Aufwind befindliche Regent haben in der Pfalz eine ideale Heimat gefunden.
Der ideale Zeitpunkt um sich einen Überblick über die ungeheure Vielfalt der pfälzischen Weine zu machen ist der Erlebnistag Deutsche Weinstraße, die 85 Kilometer lange und landschaftlich wunderschön gelegene wird stets am letzten Augustsonntag für den Autoverkehr gesperrt und zu einer nicht enden wollenden Genießermeile auf der sich ein Besuch auf jeden Fall lohnt.
Auch die Winzer in der Pfalz haben vor einigen Jahren ein eigenes Gütesiegel für ihre typischen Gewächse entwickelt. Solche Weine erkennen sie sehr leicht an der silbernen Kapsel der Flasche und der Aufschrift „DC Pfalz“. Ausgezeichnet werden auf diese Art und Weise trockene und fruchtige Weiß- und Rotweine, die dem typischen Sortenprofil der Pfalz entsprechen; dies sind Riesling, Weißburgunder sowie Grauburgunder und Spätburgunder.


Kommentare